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08.09.2011

Jugendhilfeeinrichtung

Kinderheim Forellenhof in Bendestorf

08.09.2011 - Jugendhilfeeinrichtung - Kinderheim Forellenhof in Bendestorf
Die Kinderheim Forellenhof Betriebsges. m.b.H hat die Immobilie Kirchstr. 33 in Bendestorf zum 15.06.2011 gekauft.

Derzeit erfolgen Sanierungs-, Renovierungs- und Umbaumaßnahmen (insbesondere der nicht den Vorgaben der Heimaufsicht entsprechenden Sanitärbereiche), entsprechend der aktuellen Nutzungsgenehmigung. Zum 01. Oktober soll hier eine Wohngruppe für Kinder und jüngere Jugendliche in Betrieb genommen werden.


Die Jugendhilfeeinrichtung „Kinderheim Forellenhof“ besteht seit über 45 Jahren, sie hat sich als qualifizierte Einrichtung im Landkreis Harburg etabliert.

Die sich ständig verändernden Anforderungen an die stationäre Betreuung von Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen erfordert eine kontinuierliche Anpassung der Betreuungsangebote. Bisher wurden im Haupthaus des Forellenhofes in Jesteburg überwiegend ältere Jugendliche sowie junge Volljährige vor allem aus dem Landkreis Harburg betreut. Hier war in der Regel das Ziel den Verselbstständigungsprozess zu begleiten, die schulisch-berufliche Integration zu erreichen und die Jugendlichen und jungen Volljährigen auf die eigenständige Lebensführung in eigenem Wohnraum vorzubereiten. Diesbezüglich wurden im Jahre 2008 zwölf so genannte „Trainingswohnungen“ auf dem Einrichtungsgelände in Betrieb genommen.

In den letzten Jahren gab es seitens der zuweisenden Jugendämter vermehrt Anfragen für die stationäre Betreuung von jüngeren Jugendlichen und auch Kindern sowie Geschwisterkonstellationen. Diesbezüglich hatten wir einerseits selten freie Kapazitäten zur Verfügung, andererseits ist es pädagogisch kaum zu vertreten einzelne Kinder in eine Gruppe von überwiegend deutlich älteren Jugendlichen aufzunehmen. Daher entstand die Idee, ein zusätzliches Betreuungsangebot für eine jüngere Zielgruppe als Außenstelle des Forellenhofes zu planen. Mit der Immobilie Kirchstr. 33 fanden wir die geeigneten Räumlichkeiten, um ein spezielles Betreuungsangebot für Kinder und jüngere Jugendlichen zu schaffen.

Im Folgenden wollen wir kurz die pädagogischen Rahmenbedingen und konzeptionellen Schwerpunkte erläutern:

• In der Wohngruppe werden künftig 10 Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts im Alter von 6 – 15 Jahren betreut.

• Vorrangig werden Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis Harburg und aus Städten und Landkreisen Niedersachsens sowie aus Hamburg aufgenommen. In begründeten Einzelfällen finden auch Kinder und Jugendliche aus anderen Bundesländern Aufnahme.

• Ein Team von sechs pädagogischen Fachkräften (Erzieher, Sozialpädagogen in Vollzeit) sowie einer Lehrkraft (20 Wochenstunden) sind für die Gestaltung der pädagogischen Arbeit zuständig. Zudem stehen eine Hauswirtschafterin sowie ein Hausmeister der Wohngruppe zur Verfügung.

Pädagogische Zielsetzungen

In dieser Wohngruppe, die sich von der Altersstruktur deutlich von den Betreuungsangeboten des Haupthauses unterscheidet und die speziell für Kinder bzw. jüngere Jugendliche ausgerichtet ist, geht es zunächst darum, ihnen Halt zu geben, sie aufzufangen und sie liebevoll zu unterstützen sich in ihrer neuen Lebenssituation zurecht zu finden. Im Vordergrund steht dabei Vertrauen, Akzeptanz, Sicherheit, Fürsorge und Geborgenheit zu vermitteln. In der täglichen Arbeit steht die individuelle Förderung zur Bewältigung der jeweiligen Entwicklungsaufgaben im Mittelpunkt, dabei soll den persönlichen und alterstypischen Besonderheiten und Bedürfnissen in besonderem Maße Rechnung getragen werden.

Der Herkunftsfamilie wird hierbei mit Wertschätzung und Akzeptanz begegnet im Bewusstsein, dass sie zum nachhaltigen Gelingen der Hilfe maßgeblich beiträgt. Eltern sollen zudem in ihrer Erziehungskompetenz gestärkt werden. Nach Möglichkeit sollen die aufgenommenen Kinder und Jugendlichen wieder in ihre Herkunftsfamilie zurückgeführt werden. Dies bedeutet von Anfang an eine intensive Kooperation und die Bereitschaft sich mit der familiären Situation und den Problemen, die zur Unterbringung geführt haben, auseinander zu setzen.

Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen entweder bei der Rückführung in die Familie zu unterstützen oder sie bei einer auf längere Dauer angelegten Lebensperspektive in der Einrichtung mit dem Ziel der Verselbstständigung zu fördern und zu begleiten. Sie können dann in die Verselbstständigungsangebote des Haupthauses übergeleitet werden. Ausgehend von der jeweiligen Problemlage werden die Perspektiven gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen und ihren Herkunftsfamilien entwickelt.

Die Außenorientierung der Kinder und Jugendlichen und die Einbindung in die örtlichen Sportvereine, das Gemeinwesen sowie die Nutzung des kulturellen Angebotes der Region, werden von uns als gleichrangige, wichtige und weiterführende Ziele gesehen.

Methodische Grundlagen

Ein überschaubares, sinnvoll strukturiertes Gruppenleben mit der Gewöhnung an festgeschriebene Tagesabläufe bildet die Grundlage des Zusammenlebens. Es bietet den Kindern und Jugendlichen die notwendige Sicherheit und Orientierung. Die pädagogische Arbeit beinhaltet das Ziel die Kinder und Jugendlichen in ihrer emotionalen, sozialen, kognitiven und körperlichen Entwicklung zu fördern, sie beinhaltet gruppenpädagogische, verhaltenstherapeutische und systemische Ansätze.

Entsprechende Maßnahmen und Angebote sind in das pädagogische Konzept integriert. Es sollen Anregungen und Entwicklungsanreize gegeben und Lernerfahrungen ermöglicht werden, dabei soll insbesondere der Bewegungsbedarf gewährleistet, dem Bedürfnis nach Spielen und gemeinsamen Freizeitaktivitäten nachgekommen, musisch-kreative Angebote gemacht, Natur- und Umwelterfahrungen ermöglicht werden, um die Kinder und Jugendlichen intensiv und umfassend zu fördern. Dafür stehen zusätzlich zu den im Haupthaus vorgehaltenen Angeboten (Reiten, Schwimmen, Werken, Sport, Musik, etc.) umfangreiche Räumlichkeiten zum Spielen, Toben, Malen und Basteln sowie entsprechende Spiel- und Bastelmaterialien sowie Musikinstrumente zur Verfügung.

Die schulische Förderung hat dabei ebenfalls einen hohen Stellenwert, es werden individuelle Förderkonzepte erstellt, um den schulischen Erfolg sicher zu stellen. Hierbei sind die Gruppe und die Struktur des Alltags als organisiertes pädagogisches Lernfeld zu sehen, dessen methodische Grundlagen gruppenpädagogisch ausgerichtet sind. Die individuellen Hilfestellungen und die Entwicklung zielgerichteter pädagogischer Handlungskonzepte sowie das Erkennen von Gruppenprozessen und die Entwicklung entsprechender gruppenpädagogischer Konzepte, werden im Rahmen der Teamgespräche und in der Zusammenarbeit mit externen Fachkräften (Supervision, Fall- und Fachberatung, Therapeuten) reflektiert und modifiziert.

Die Eltern sollen sich aktiv an der Jugendhilfemaßnahme beteiligen, deshalb ist die Mitarbeit von zentraler Bedeutung, dies wird bereits im Aufnahmegespräch verdeutlicht. Inhalte der Elterngespräche sind im Wesentlichen der Informationsaustausch über die Entwicklung und die Betreuung der Kinder und Jugendlichen, die gemeinsame Planung weiterer Schritte zur Zielvereinbarung/Hilfeplanung, die gemeinsame Reflexion der Kontakte/Beziehung zwischen Eltern und Kindern/Jugendlichen, die Planung gemeinsamer begleiteter Aktivitäten, das Abklären gegenseitiger Erwartungen und
Vorstellungen bezüglich der Zusammenarbeit und der Betreuungspraxis. Die Wohngruppe soll auch ein Lernfeld für Eltern und Familienmitglieder sein, dies bedeutet eine Offenheit für alle Ansätze von Eltern, sich konstruktiv in das Wohngruppenleben einzubringen. Hier können unter Anleitung pädagogische Situationen- und Aktionen vorbereitet, umgesetzt und gemeinsam reflektiert werden (Hausaufgabenbetreuung, Spielsituationen, Gesprächssituationen, sonstige gemeinsame Aktivitäten).

In den monatlich stattfindenden Elterngruppen werden Eltern einerseits über die aktuelle Situation der Wohngruppe und ihrer Kinder und Jugendlichen informiert, andererseits werden hier exemplarisch Erziehungsfragen thematisiert und daran gearbeitet, dass Eltern das Verhalten ihrer Kinder und Jugendlichen besser verstehen können. Sie sollen dazu befähigt werden einen demokratischen Erziehungsstil zu praktizieren, der auf gegenseitigen Respekt und Wertschätzung basiert. Dies bedeutet die Bereitschaft ihr eigenes Handeln zu reflektieren, Perspektiven zu wechseln, neue Schritte zu gehen, neue Verhaltensweisen im Umgang mit ihren Kindern und Jugendlichen auszuprobieren und schließlich in der Lage zu sein, durch ihr pädagogisches Handeln Probleme lösen zu können.

Schulische Förderung

Ein besonderer Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit in der Wohngruppe besteht in der schulischen Förderung der Kinder und Jugendlichen. Sie wird von einer Lehrkraft in Zusammenarbeit mit den sozialpädagogischen Fachkräften und Praktikanten durchgeführt. Ziel ist die Kinder und Jugendlichen zum erfolgreichen Besuch der Schule zu motivieren. Sie sollen lernen, sich den schulischen Anforderungen zu stellen, ihre Hausaufgaben regelmäßig zu erledigen und ihre Lernprozesse entsprechend ihres Leistungsstands und ihrer Möglichkeiten zu vollziehen. Die intensive Kooperation
mit den örtlichen Schulen ist von zentraler Bedeutung, um kontinuierlichen Informationsfluss zu gewährleisten, individuelle Absprachen und Vereinbarungen zu treffen, die schulische Förderung gezielter gestalten zu können sowie auf Fehlverhalten und Probleme unverzüglich zu reagieren.

Wir hoffen mit diesen Auszügen aus unserem pädagogischen Konzept die Mitbürger der Gemeinde Bendestorf ausreichend informiert zu haben und vertrauen auf eine gute Kooperation. Besonders wichtig ist uns als Jugendhilfeeinrichtung eine gute Einbindung in das Gemeinwesen, wie sie auch in Jesteburg durch vielfältige gemeinsame Aktivitäten gelebt wird.
Für weitere Fragen und Anregungen stehen wir jederzeit zur Verfügung.

Kay Bergen
Heimleitung
Kinderheim Forellenhof

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