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05.10.2011

Bendestorf

Die Geschichte eines Dorfes in der Nordheide

05.10.2011 - Bendestorf - Die Geschichte eines Dorfes in der Nordheide
Die im September 2011 erschienene neue Bendestorf Chronik von Wilhelm Marquardt.
Kleines Dorf - große Welt, so lautet der Untertitel der im September 2011 erschienenen neuen Dorfgeschichte Bendestorfs. Die alte Chronik von 1970 ist seit vielen Jahren vergriffen auch darum musste ein neues Dorfbuch in Auftrag gegeben werden.

Auf über 400 reich illustrierten Seiten erzählt der Autor von der “Geschichte des Bodens, auf dem wir leben“, von der Vor- und Frühgeschichte unserer Region und über Bendestorf und seine Bewohner von Karl dem Großen bis zum Jahr 2000, soweit die Quellen reichen1. Im letzten Kapitel wird über die Geschichte der alten zwölf Höfe berichtet, über die Schule und das kirchlichen Leben, und es werden die Bauernfolgen (Höfe-Genealogie) und die der Lehrer bzw. der Schulleiter aus alter und neuer Zeit aufgeführt.


Bendestorf wird bereits in karolingischer Zeit urkundlich erwähnt. Zu Beginn des 9. Jahrhunderts n. Chr. schenkt der von Karl dem Großen begüterte adlige Franke Benno „Bennestorf“, also Bennos Dorf, dem Bonifatius-Kloster zu Fulda. So ermöglichte auch Bendestorfer Bauernschweiß das Klosterleben und die frühe christliche Mission. An diesem und anderen Beispielen wird gezeigt, dass nicht nur die ‚große Welt‘ das Leben im ‚kleinen Dorf‘ prägte, sondern umgekehrt seine Menschen stets „am sausenden Webstuhl der Zeit“2 mitschafften.

Im Jahr 1004 beurkundete Kaiser Heinrich II, der Heilige, dass „Bennedesthorp in Mosidi“ dem Kloster Kemnade/Bodenwerder seit dessen Gründung um 965 n. Chr. gehörte. Klerus und Adel als Erster und Zweiter Stand beherrschten auch über die folgenden Jahrhunderte die bäuerliche Bevölkerung. Urkunden erzählen auch, dass immer wieder Höfe wüst fielen, z. B. um 1333, und dass die herzoglichen Grundherren darum neue Wirte suchten.

Der erste namentlich in einer Urkunde auftauchende Bendestorfer ist ein gewisser Hermen, der den Menkschen Hof bewirtschaftet haben könnte. Er zahlte 1450 für seinen „plog“ - mit ,Pflug‘ bezeichnete man einen Vollhof - an Steuern zwei Mark. Aber erst 1529, also unmittelbar nach der Reformation, werden fünf Bauern in einem Abgabenverzeichnis erwähnt und können bestimmten Bauernstellen zugewiesen werden. In jener Zeit entstanden die heute noch gebräuchlichen Hofnamen, wie Peets, Beeken, Mülls, Meins usf.

Das neue Dorfbuch bildet die Kurhannoversche Landesaufnahme von 1772 ab, eine bewundernswerte Leistung der kurfürstlichen Vermessungsoffiziere, die die damalige Dorfslage zeigt und die umgebende wechselvolle Landschaft mit ihren Tälern, Hügeln, Verbindungswegen, Feldern, Gärten und der damals noch stark mäandernden Seeve.

Diese Landschaft lockte schon vor 1900 viele Großstädter in das Heidedorf, die im alten Schlangenbaum einkehrten und in die bis zum Ersten Weltkrieg eröffneten sechs weiteren Hotels und Pensionen. Sie bildeten eine wichtige Voraussetzung für den 1951 erteilten Status ,Luftkurort Bendestorf‘3. Fast alle in der Bendestorfer Gemarkung bis zum Zweiten Weltkrieg entstandenen Wochenendhäuser wurden während und nach dem Krieg zu festen Wohnstätten umgebaut.

Im April 1947 gründete der Regisseur und Drehbuchautor Rolf Meyer die Junge Film-Union. In den von ihm erbauten Bendestorfer Filmstudios, die sich zu einem Zentrum der deutschen Filmproduktion nach dem Kriege entwickelten, entstanden bis zum Jahr 2000 rund einhundert abendfüllende Spielfilme. Stars wie Zarah Leander, Heinz Rühmann, Hildegard Knef, Hans Albers, Johannes Heesters und viele andere Filmgrößen wohnten in Bendestorfer Hotels. Das Bendestorfer Filmmuseum dokumentiert diese für das ganze Land fruchtbaren Jahre. Besucher sind herzlich willkommen.

Wilhelm Marquardt

1 Für Quellen- und Abbildungsnachweise siehe“Kleines Dorf - große Weit, BENDESTORF, Geschichte eines Dorfes in der Nordheide“, Wilhelm Marquardt, PD-Verlag 2011.
2 Goethe, Faust 1.
3 Im Jahr 2011 von der Gemeinde aufgegeben.


Die Chronik kann in der Gemeindeverwaltung Bendstorf zu den Öffnungszeiten erworben werden. Der Kaufpreis beträgt 29,- €.

weitere Infos auch unter www.bendestorf.de
1 Kommentar lesen  |  Kommentar schreiben
J. Ramm schrieb am 23.09.2011ein super Buch. eine starke arbeit steckt in dem Buch
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