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Archiv

13.03.2011

Wildpark Lüneburger Heide

Neue Bewohner in Südamerika-WG

13.03.2011 - Wildpark Lüneburger Heide - Neue Bewohner in Südamerika-WG
Nandus sind Allesfresser, aber wer kann schon frischem Salat widerstehen? Foto © Wildpark/Ix
Nandus haben nach schwieriger Aufzucht im Wildpark Fuß gefasst
Es gibt wieder etwas Neues zu entdecken im Wildpark Lüneburg Heide in Hanstedt-Nindorf: Vier Nandus sind jetzt die neuen Mitbewohner von Alpakas und Ziegen in der Südamerika-Wohngemeinschaft. Die grau gefiederten Laufvögel mit ihrem charakteristischen flachen Schnabel, den großen Augen und der auffälligen Ohröffnung fühlen sich in ihrem neuen Lebensraum sichtlich wohl.


Jeden Morgen, wenn die Tierpfleger den Stall von „Eigthy“, „Lütte“, „Große“ und „Teletubby“ öffnen, toben die Tiere erst einmal durchs Gehege. Die hervorragenden Schwimmer schaffen es in freier Natur immerhin auf die beachtliche Geschwindigkeit von bis zu 60 Kilometer pro Stunde.

13.03.2011 -  -
Wildpark-Obertierpflegerin Alexandra Urban mit ihren Zöglingen. Foto © Wildpark/Ix
Dass die Tiere, deren Aufzucht sehr aufwändig und schwierig ist, überhaupt im Wildpark Lüneburger Heide zu bewundern sind, ist Obertierpflegerin Alexandra Urban zu verdanken. 18 Wochen lang hat Sie sich zu Hause aufopferungsvoll um die Aufzucht der Tiere gekümmert.

Per Post kamen im Spätsommer vergangenen Jahres fünf goldgelbe Nandu-Eier nach Nindorf und wanderten dort gleich in die Brutmaschine. Nach 38 Tagen Brutzeit pellte sich „Eighty“ als erster aus dem Ei. „Am gleichen Tag feierte mein Großvater seinen 80. Geburtstag – daher der Name“, berichtet Alexandra Urban. Kurz darauf schlüpfte „Lütte“, die restlichen Eier waren nicht befruchtet.

Es folgten kritische Zeiten. „Ein Nandu-Küken muss in den ersten 48 Stunden nach dem Schlupf fressen, sonst geht es ein“, weiß die Obertierpflegerin. Mit Hilfe eines Hühnerkükens und viel Geduld gelang es Urban, den empfindlichen Nandu-Küken das Aufpicken von wohl dosierter, ausgewählter und vor allem eiweißarmer Nahrung beizubringen. Außerdem musste Urban darauf achten, dass die Küken in den ersten 12 Wochen nicht nass werden, selbst Morgentau kann die Tiere gefährden.

13.03.2011 -  -
Flacher Schnabel und große Augen mit aufmerksamem Blick sind charakteristisch für Nandus. Foto © Wildpark/Ix
Als die schwierigste Phase überstanden war, kamen von einem Privatzüchter aus Schleswig-Holstein zwei weitere Küken in die Nordheide. „Große“ entwickelte sich prächtig.

Das zweite Küken aber brach eines Tages zusammen, lag nur noch apathisch und bewegungslos auf dem Boden und wollte nicht fressen. Der zu Rate gezogene Tierarzt war ratlos, auch Antibiotika halfen nichts. Aber Alexandra Urban gab nicht auf. Mit einem Eier-Zucker-Mix päppelte sie das Küken wieder auf. Alle drei Stunden träufelte Sie einige Tropfen der gehaltvollen Mischung in den Schlund des Kükens – mit Erfolg. „Nach zwei Tagen hob es den Kopf und nach zwei Wochen machte das Küken seine ersten, sehr wackeligen, Gehversuche – genau wie ein Teletubby aus der gleichnamigen Kindersendung“, erinnert sich Urban.

Das Schlimmste war überstanden, doch Normalität im Leben der Obertierpflegerin kehrte noch lange nicht ein. Vier Wochen lang teilte sie ihr Wohnzimmer mit den heranwachsenden Nandus, „danach war eine Komplettsanierung notwendig“, schmunzelt Urban. Es folgten erste Gehversuche im winterlich kalten Garten, bis endlich die Zeit für den Umzug in den Wildpark gekommen war.

13.03.2011 -  -
Nandus werden bis zu 1,40 Meter groß und können eine Geschwindigkeit von beachtlichen 60 Kilometern pro Stunde erreichen. Foto © Wildpark/Ix
Das Zusammenleben mit Alpakas und Ziegen gestaltet sich indes völlig problemlos, die Tiere akzeptieren sich gegenseitig. Auch mit dem Klima kommen die Nandus gut zurecht. Heute leben Nandus in Nordwestmecklenburg sogar in freier Wildbahn, nachdem einige Paare aus einer Privatzucht entkommen konnten. Die Population soll dort bereits auf rund 80 Tiere angewachsen sein.

Für den Wildpark Lüneburger Heide sind die neuen Bewohner eine Bereicherung. „Nandus sind sehr interessante Tiere“, meint Alexandra Urban. „Sie beobachten Ihre Umwelt sehr genau und sind sehr geschickt im Umgang mit ihrem Schnabel, den sie wie Hände benutzen.“ Dem Vorurteil, Nandus seien dumm, widerspricht sie vehement. Ob die Tiere irgendwann einmal selber Nachwuchs haben können, ist noch ungewiss – die sichere Bestimmung des Geschlechts kann nur über die Analyse einer DNA-Probe erfolgen. „Bis die Tiere in zwei bis drei Jahren geschlechtsreif sind, werden wir aber herausfinden, wer Hahn und wer Henne ist“, verspricht Alexandra Urban. Wildpark Lüneburger Heide

weitere Infos unter: www.wild-park.de
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