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03.12.2012

Wildpark Lüneburger Heide

Drei Jungstörche überwintern im Wildpark

03.12.2012 - Wildpark Lüneburger Heide - Drei Jungstörche überwintern im Wildpark
Das schwarz-weiße Gefieder ist bei den Jungtieren bereits genau so ausgeprägt, wie bei den Altvögeln. Allein der Schnabel ist noch nicht so lang und leuchtet noch nicht so intensiv orange.
Foto © Wildpark/Thomas Ix
Die halbstarken Weißstörche entdecken spielerisch ihr neues Quartier.

Mit ihrem schwarz-weißen Gefieder, ihrem leuchtend orangenen Schnabel und dem charakteristischen Klappern sind die Weißstörche im Sommer aus dem Landschaftsbild in Norddeutschland nicht wegzudenken. Schon lange vor Beginn der kalten Jahreszeit haben die Tiere ihre sommerlichen Futterplätze verlassen und sind nach Südeuropa und Afrika gezogen, um dort den Winter zu verbringen. Nicht so drei Jungstörche, die vor kurzem im Wildpark Lüneburger Heide in Hanstedt-Nindorf ein neues Zuhause gefunden haben.


Äußerlich sind sie von ihren erwachsenen Artgenossen hauptsächlich durch den in der Länge und intensiven Färbung noch nicht ganz ausgebildeten Schnabel zu unterscheiden. Vor allem aber an ihrem Verhalten kann man erkennen, dass es sich um Jungstörche handelt: Die drei necken sich gegenseitig, picken eifrig jeden umherliegenden Zweig auf, jagen mit wildem Flügelschlag durch ihr neues Gehege und beobachten neugierig, was die Wildpark-Besucher jenseits des niedrigen Zauns machen. Die winterliche Kälte ist für die Tiere kein Problem. Solange genügend Nahrung vorhanden ist, kommen die Zugvögel auch in unseren Breitengraden bequem durch den Winter. Und nachts finden die drei Störche ohnehin Schutz in einer geschlossenen Hütte.

Seit Anfang der 20er Jahre verzeichnen Naturverbände in Europa einen starken Rückgang von „Meister Adebar“, wie der Weißstorch im Märchen auch genannt wird. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft sind die Lebens- und Futterräume der Störche - vor allem feuchtes Grünland und Flussauen - immer kleiner geworden oder ganz verschwunden. Ende der 80er Jahre sind die Bestandszahlen zwar wieder angestiegen, Entwarnung geben die Naturschützer aber noch nicht.

Dürreperioden in den afrikanischen Winterquartieren und der Einsatz giftiger Pflanzenschutzmittel wie DDT in den Entwicklungsländern gefährden nach wie vor den Bestand der Tiere. Störche sind in der Wahl ihrer Nahrungsinsekten nicht sehr wählerisch und fressen auch vergiftete Insekten. In Deutschland leben nach letzten Zählungen rund 4000 Brutpaare.

weitere Infos unter www.wild-park.de
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