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13.12.2012

Museumsregistrierung in Niedersachsen und Bremen erfolgreich

Kunststätte Bossard erhält Qualitätssiegel

Zehn Museen haben bei der diesjährigen Museumsregistrierung in Niedersachsen und Bremen erfolgreich die Qualität ihrer Arbeit und Präsentation ihrer Sammlungen unter Beweis gestellt.

Sie sind dafür am heutigen Donnerstag von der Niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. Johanna Wanka, der Direktorin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung Dr. Sabine Schormann und dem Vorsitzenden des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen, Dr. Friedrich Scheele, in einer Feierstunde in Hannover ausgezeichnet worden.


Mit dem Qualitätssiegel „Registriertes Museum“ werden in diesem Jahr ausgezeichnet:
Braunschweigisches Landesmuseum, Braunschweig
Staatliches Naturhistorisches Museum Braunschweig
Stiftung Kunststätte Johann und Jutta Bossard, Jesteburg
Museum im Ritterhaus Osterode am Harz
Museum Schloss Holdenstedt, Uelzen
Deutsches Erdölmuseum Wietze
Große Kunstschau Worpswede

Vorläufig registriert werden:
Portal zur Geschichte, Bad Gandersheim
Nordwestdeutsches Schulmuseum, Zetel-Bohlenbergerfeld
Stadtmuseum Nordhorn

Die Museumsregistrierung hat die Qualifikation und Professionalisierung von Museen zum Ziel. Sie ist ein Qualitätssiegel für die Institution, für Träger und Mitarbeiter der Museen sowie Drittmittelgeber. Die Auszeichnung eines Museums kann sich auch bei Fördermittelanträgen positiv auswirken. Seit Beginn der Initiative im Jahr 2006 haben in bisher sechs Jahrgängen 130 Museen teilgenommen, 92 wurden ausgezeichnet.

Insgesamt konnten 61 Museen für sieben Jahre registriert werden, 31 wurden zunächst vorläufig registriert. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK), der Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e.V. (MVNB) und die Niedersächsische Sparkassenstiftung (NSKS) führen die Registrierung als Kooperationspartner gemeinsam durch.

„Die Registrierung hilft kleineren Museen, sich zu professionalisieren, größere Museen unterstützt sie in ihrem Modernisierungsprozess. Die fachlich fundierte Begleitung während des Verfahrens und das Aufzeigen von Stärken sowie Verbesserungsmöglichkeiten hilft den Häusern, ihren derzeitigen Standort zu bestimmen. So können sich die Museen
zielgerichtet weiterentwickeln und sich zukunftsfähig aufstellen“, sagte Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka.
„Die Weiterentwicklung unserer Museen liegt uns am Herzen, deshalb begleitet die Niedersächsische Sparkassenstiftung die Museumsregistrierung von Beginn an. Nur durch stete Qualifizierung auf allen Gebieten des musealen Handelns ist exzellente Arbeit gewährleistet. Diese ist Grundlage für eine Anerkennung durch Förderer und Publikum“, erläuterte Stiftungsdirektorin Dr. Sabine Schormann.

„Mit der Museumsregistrierung gelingt es uns, den Museen zusätzliche Impulse für ihre Zukunft zu geben. Die Teilnahme an der Museumsregistrierung schafft für die Museen konzeptionelle Grundlagen, qualifiziert das Personal und stärkt die Museen in Bereichen, in denen sie sonst wenig Unterstützung erfahren, zum Beispiel in der Kernaufgabe der Erhaltung des ihnen anvertrauten Kulturgutes“, stellte der Vorsitzende des Museumsverbandes Dr. Friedrich Scheele fest.

Mit der Registrierung sind viele Vorteile verbunden: Die Arbeit der teilnehmenden Museen wird umfangreich auf ihre Stärken und Schwächen hin analysiert. Auf dieser Grundlage werden Konzepte für die Verbesserung entwickelt. Darüber hinaus kommen die Museen sowohl in den Genuss von Schulungen als auch einer Selbst- und Fremdevaluation. Die Bewerber müssen nachweisen, dass sie die bundesweit gültigen Standards für Museen erfüllen, die im Jahr 2006 vom Deutschen Museumsbund/ICOM Deutschland publiziert wurden. Zu den Anforderungen gehören unter anderem Leitbild, Statut, Sammlungskonzept und planvolles Arbeiten im gesamten Museumsmanagement. Eine unabhängige Kommission aus sieben externen Expertinnen und Experten hat die eingereichten Unterlagen geprüft und die Registrierung empfohlen.

Die Registrierung gilt zunächst für sieben Jahre und muss danach erneuert werden. Die vorläufig registrierten Museen müssen bei einzelnen Vorhaben und Kriterien binnen drei Jahren noch nacharbeiten, damit sie eine endgültige Registrierung erhalten. Die Kosten für das Registrierungsverfahren tragen die drei Partner.

Anfang Oktober 2012 wurde vom Museumsverband bereits die siebente Runde der Museumsregistrierung gestartet. Nach einer externen Evaluation dieses bundesweit vorbildlichen Projektes wird von den drei Partnern gerade das Konzept zur Fortsetzung entwickelt.

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